Bye-bye, Großbritannien

Am 23. Juni 2016 beschlossen die Bürger Großbritanniens, sich aus der Europäischen Union zu verabschieden. Was bedeutet das für Anleger?

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Schockierendes Ergebnis

Es ist das Ende einer 43-jährigen Geschichte: Seit 1973 war Großbritannien Mitglied im europäischen Verbund, zunächst in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die sich erst zur Europäischen Gemeinschaft (EG) weiterentwickelte, später zur Europäischen Union (EU). Doch am 23. Juni 2016 stimmten beim Referendum über den EU-Austritt 51,9 Prozent der an der Abstimmung beteiligten Bürger für ein Ende dieser Gemeinschaft: Der Brexit wurde beschlossen. Die Finanzmärkte reagierten schockiert – kaum jemand hatte den Brexit erwartet. An der Börse herrschte Chaos: Der Dax fiel von 10.257 Punkten am 23.  auf 9.557 Punkte am 24. Juni, der europäische Aktienindex Euro Stoxx 50 von 3.037 auf 2.776 Punkte. Diese Flaute war aber verhältnismäßig schnell wieder vorbei – im August verzeichnete der Dax sogar Jahreshöchststände.

Langzeitprojekt EU-Austritt

Dass die Börsenturbulenzen nur von kurzer Dauer waren, überrascht nicht. Denn auch für den Brexit gilt: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Bis Großbritannien tatsächlich unabhängig von der EU ist, werden noch einige Jahre ins Land ziehen. Die offiziellen Austrittsverhandlungen mit der EU sollen nicht vor Anfang 2017 beginnen. Und die langfristigen Auswirkungen des Brexits sind nur schwer abzuschätzen.
Einig sind sich die Experten darin, dass Großbritannien selbst die schwersten Folgen zu tragen haben wird. Viele Briten haben mit ihrem Votum für den Austritt ihre Ablehnung der vielen EU-Regulierungen kundgetan. Dabei musste  Großbritannien durch zahlreiche Sondervereinbarungen bereits weit weniger Richtlinien umsetzen als andere Mitgliedsstaaten. Ein Ende des freien Zugangs zum europäischen Binnenmarkt hingegen sollte die britische Wirtschaft und damit auch den Arbeitsmarkt empfindlich treffen.

(Foto: Trevor Hunt/blackred/iStock)

Folgen für Deutschland

Aber auch hierzulande wird sich der Brexit auswirken: Derzeit ist Großbritannien Deutschlands drittwichtigster Exportmarkt. Dort kann es in Zukunft zu Absatzproblemen kommen. Zudem wird die Europäische Zentralbank angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit an ihrer Niedrigzinspolitik wohl nichts ändern.
Das Fazit für Anleger lautet daher: Um Erträge zu erwirtschaften und gleichzeitig das Vermögen zu schützen, sollte dieses auf mehrere Anlageklassen wie beispielsweise Aktien, Anleihen und Edelmetalle verteilt werden – am besten mit Fonds. Die Anlageangebote der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) haben überdies auch die Turbulenzen kurz nach der Brexit-Entscheidung gut überstanden: „Unsere Empfehlungen und der DVAG-Anlagevorschlag haben unsere Kunden sicher durch diese ‚stürmische See‘ geführt“, bestätigt Stefan Rühl, DVAG-Fachbereichsleiter Investment. Bei der Zusammenstellung eines solchen Depots steht Ihnen Ihr Vermögensberater gern zur Seite.

 Titelfoto: fotolia Delphotostock

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