Anschluss an die Zukunft

Wie eine Vielzahl neuer Entwicklungen unseren Alltag in ganz unterschiedlichen Bereichen des Lebens verändern wird.

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Datensicherheit

Die Digitalisierung macht Datenkontrolle immer schwieriger:

Laut Angaben des Bundeskriminalamts ist im Jahr 2015 durch Internetkriminelle ein Schaden von mehr als 40,5 Millionen Euro entstanden. Die Straftaten, bei denen vertrauliche Daten gestohlen oder manipuliert werden, reichen von Phishing über Identitätsdiebstahl bis hin zu Erpressungssoftware. Jeder Internetnutzer ist daher mehr denn je verantwortlich, seine Privatsphäre zu schützen. Ebenso sind Unternehmen gefordert, Kundendaten noch besser zu sichern – vor allem solche, die sensible Daten verwalten. Das betrifft etwa Patienteninformationen bei Krankenkassen oder Kontodaten bei Banken. Helfen kann die Trust Technology, vertrauenswürdige Technik, bei der sicherheitsrelevante Aspekte im Vordergrund stehen.

Konnektivität

Wir sind vernetzt:

Über das Internet kommunizieren Menschen mit Menschen, jederzeit und von fast überall. Hinzu kommt nun eine technische Weiterentwicklung – die „Augmented Reality“, übersetzt: erweiterte Realität. Digitale Anwendungen unterlegen auf einem Smartphone die eigene Welt mit Text und Animationen. Was dann passieren kann, ist gerade bei all den Usern des Spiels „Pokémon Go“ zu beobachten. Wie besessen schwirren sie draußen mit ihren Handys herum, um das nächste virtuelle Monster zu finden. In den USA „pokémonen“ täglich schon mehr als 26 Millionen Menschen, die App brach weltweit diverse Absatzrekorde. Natürlich stellt solch intensive Smartphone-Nutzung auch Herausforderungen an die Mobilfunknetze von morgen.

Gesundheit

Aktiv vorbeugen:

Neben der öffentlichen Versorgung erkrankter Menschen durch Ärzte und Krankenhäuser hat sich ein gewaltiger zweiter Gesundheitsmarkt etabliert. Aus dem passiven Patienten von einst, der von der Schulmedizin geheilt wurde, ist ein anspruchsvoller Kunde und Konsument geworden. Der gesundheits­bewusste Mensch managt sein Wohlbefinden gern selbst. Mit gezielter Ernährung verzichtet er auf schädliche Substanzen, mit vielfältigen Sportangeboten optimiert er seine Athletik, bei Yoga und Meditation entschleunigt er. Alternative Medizin erfreut sich wachsender Beliebtheit, ebenso wie Wellness-Reisen oder Self-Tracking. Dabei zeichnen Smartphones und Armbänder die körperlichen Leistungen und Gesundheitswerte als Basis für das Training auf.

Analyse: Fitness- und Körperdaten liefern Trainings­impulse (Foto: iStock.com/Yuri Arcurs )

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Dieter zetsche: Nicht nur für den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG ist das autonome Auto ein maßgeblicher Faktor, wenn es um die Zukunft der Mobilität geht (Foto: Getty Images/JEWEL SAMAD)

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Mobilität

Schneller, weiter, besser:

Mobil sein ist in der globalisierten Gesellschaft oberstes Gebot. Menschen und Daten – alles ist ständig unterwegs. Mobilität ist Ausdruck von Freiheit, Selbstbestimmung und Wohlstand. In Zukunft werden sich immer weitere Bereiche der Gesellschaft und Wirtschaft durch Wünsche nach mehr Beweglichkeit und Flexibilität verändern, die Formen der Mobilität werden noch vielfältiger. Der moderne Lebensstil der 24/7-Gesellschaft verlangt nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten, Mobile-Office-Lösungen und permanenter Erreich­barkeit auf allen Kanälen. Automobi­lität spielt nach wie vor die entscheidende Rolle. Der Pkw bleibt weiterhin das Verkehrsmittel Nummer eins, stillt er doch das Bedürfnis nach individueller Fortbewegung.

Urbanisierung

Die Städte wachsen:

Im Jahr 2050 sollen bereits zwei Drittel der Welt­bevölkerung Stadtbewohner sein, also rund sechs Milliarden Menschen. Heute gibt es weltweit 28 Megacitys, also Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern. Im Jahr 2030 wird es 40 davon geben. In Deutschland zählen bereits 75 Prozent der Einwohner zur urbanen Bevölkerung. Sie wollen vom Standortfaktor profitieren, die Produktivität in Städten ist hoch, in ihnen wächst der Wohlstand, Wissen verbreitet sich rasant. Die intelligenten Städte der Zukunft, die „Smart Citys“, werden durch neue Informations- und Kommunikationstechnik und innovative Verkehrs- und Energiesysteme lebenswerter und grüner.

Älterwerden

Die Lebenserwartung steigt:

Nach wissenschaftlichen Prognosen wird die Zahl der über 60-Jährigen auf zwei Milliarden im Jahr 2050 ansteigen. Seit der Jahrtausendwende wäre das ein Wachstum von 330 Prozent. Deutschland steht dabei weltweit auf Platz vier der Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter. Gleichzeitig werden wir heute anders älter als frühere Generationen. Zunehmend verbreitet sich das Bild der jungen Alten, für die mit dem Eintritt ins Rentenalter die beste Lebenszeit erst beginnt. Jetzt haben Ältere, die sich um ihre Altersvorsorge gekümmert und Vermögen aufgebaut haben, Zeit für die Erfüllung langgehegter Lebensträume. Hinzu kommt: Sie fühlen sich oft zwischen 10 und 20 Jahre jünger als ihr biologisches Alter.

Nachhaltigkeit

Knappe Rohstoffe, verändertes Klima, globalisierte Welt:

Der rücksichtsvolle Umgang mit der Umwelt wird immer wichtiger. Nachhaltigkeit ist das Schlüsselwort. Damit die Erde auch für zukünftige Generationen lebenswert bleiben kann, ist ein Umdenken auf vielen Ebenen notwendig. Dass dieses bereits eingesetzt hat, zeigt sich an dem Konsumentenver­halten. Vegane und fair gehandelte Lebensmittel werden bei Verbrauchern immer beliebter. Bio boomt. Auch in der Ökonomie führt die Ökologie zu einem radikalen Umdenken. In vielen Unternehmen ist eine neue Business-Moral auszumachen.

Titelfoto: Getty Images /Henrik Sorensen

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