Wirklich wahr?

Viele Mythen des Alltags halten sich hartnäckig – doch was ist dran? Ein Überblick mit interessanten Fakten.

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Alkohol Wärmt richtig auf

Bald ist wieder Glühweinzeit – und was gibt es Schöneres, als an einem klirrend kalten Wintertag auf einem gemütlichen Weihnachtsmarkt einen lecker gewürzten heißen Wein zu trinken? Kaum etwas. Nachhaltig wärmen kann der Glühwein, genau wie andere alkoholische Getränke, jedoch nicht. Alkohol beschleunigt zwar kurzzeitig den Puls, daher wird dem Genießer erst einmal warm. Er erweitert aber gleichzeitig die Gefäße, was dazu führt, dass der Körper schneller auskühlen kann. Gegen die Kälte ist also eine heiße Schokolade ohne Alkohol eher geeignet – für den Trinkgenuss darf es aber auch gerne ein Glas Glühwein sein.

Hygiene ist Trumpf

Dreck ist Gift für kleine Kinder. – wovon Eltern und Kinderärzte früher völlig überzeugt waren, gilt heute nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Die Kleinen sollten in Maßen auch mit Schmutz und Krankheiten in Kontakt kommen. Denn dadurch wird ihr Immunsystem bereits früh trainiert, sodass sie später Krankheitskeime besser abwehren können. Eine klinisch saubere Umgebung schadet also im Zweifelsfall mehr, als sie nützt. Das gilt auch für Allergien und Asthma: Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, reagieren im Durchschnitt weit weniger allergisch auf unterschiedlichste Auslöser als Stadtkinder, weil sie schon früh mit verschiedensten Keimen, Bakterien und auch Pollen in Berührung kommen. Also: Übertriebene Hygiene ist keine gute Idee.

Baby: Fördert eine saubere Umgebung die Gesundheit? (Foto: Masterfile/RF)

Unser Nachbarland heißt Holland

Klompen, Käse, Tulpen – kommt alles aus Holland, oder? Nicht so ganz: Holland ist nämlich nur ein Teil der Niederlande, wie unser Nachbarland tatsächlich heißt. Genau gesagt handelt es sich um Nord- und Südholland, zwei von zwölf Provinzen. Aber nicht nur wir Deutschen sind mit genauen Landesbezeichnungen nachlässig: Franzosen sagen zu Deutschland „Allemagne“, Finnen „Saksa“ und Tahitianer „Purutia“ – Alemannien, Sachsen und Preußen. Sprachen orientieren sich eben doch oft an der Vergangenheit.

Mäuse fressen am liebsten Käse …

… das stimmt so nicht. Verschmähen tun die kleinen Nager ihn zwar selten, aber wenn Fleisch, Obst oder Gemüse zur Verfügung stehen, bevorzugen sie dieses. Auch wenn in Comics, Filmen und Büchern das Bild vom kleinen Käsefan weiter hochgehalten wird – in der Mäusefalle ist ein Stück Schinken oder Obst mindestens genauso effektiv. Echte Käseliebhaber dagegen sind Katzen. Wer hätte das gedacht!

Titelfoto: plainpicture/Franke  Mans

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