Wirklich wahr?

Viele Mythen des Alltags halten sich hartnäckig – was ist dran? Ein Überblick mit interessanten Fakten.

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Helfen Nelken gegen Zahnweh?

Zahnschmerzen sind unangenehm bis unerträglich –  und kommen gerne dann, wenn die Zahnarztpraxis geschlossen hat. Was tun? Neben Schmerz­tabletten schwören viele Zahnwehgeplagte auch auf ein Hausmittel aus dem Gewürzregal: Nelken sollen den Schmerz lindern. Und das ist vollkommen richtig. Die kleinen getrockneten Blüten enthalten die ölige Substanz Eugenol. Sie wirkt betäubend und leicht antibakteriell – und so gut, dass sie selbst von Zahnärzten etwa in Klebern für provisorischen Zahnersatz eingesetzt wird, um die von der Behandlung gestressten abgeschliffenen Zähne zu beruhigen.

Einbrecher kommen immer nachts

Diese Annahme ist wohl eher unserer Angst geschuldet: Der Einbrecher, der durchs Fenster einsteigt, während man selbst schlafend im Bett liegt, gehört zur Minderheit. Nach Angaben des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen passieren rund 70 Prozent der Einbrüche tagsüber zwischen 10 und 20 Uhr. Also dann, wenn in der Regel niemand zu Hause ist. Denn Einbrecher sind nicht auf Konfrontation aus, sondern wollen schnell ihre Beute mitnehmen und nicht erwischt werden. Darauf sollte man auch setzen, falls man nachts wirklich mal einen Langfinger im Haus bemerkt: Licht einschalten, laut sprechen hilft oft, die ungebetenen Gäste zu verjagen. Tagsüber sollte man Haus und Wohnung gut sichern.

Dieb im Haus: „Nachtarbeiter“ sind selten (Foto: mauritius images/imageBROKER/Jochen Tack)

Einbrecher dringt in Wohnung ein, durchsucht die R‰ume nach Wertgegenst‰nden, Symbolbild Wohnungseinbruch, Einbruch

Bei Erkältung: Hühnersuppe!

Oma hat recht:  Heiße Hühnersuppe ist für Schnupfen- und Hustengeplagte nicht nur lecker, sondern fördert auch die Heilung. Verantwortlich dafür ist vor allem die Substanz Cystein, die in der Hühnerbrühe enthalten ist: Sie hilft den Schleimhäuten beim Abschwellen und hemmt die Entzündung. Bereits das Inhalieren des Suppendampfs tut gut, denn er befeuchtet die gestresste Nasenschleimhaut und bringt über diese das heilende Cystein in den Körper. Und: Die Nase läuft beim Genuss der Suppe und trägt so dazu bei, dass die Krankheits­erreger aus dem System gespült werden. Das alles funktioniert allerdings nur mit frisch gekochter Hühnersuppe – Produkte aus Tüte oder Dose können da nicht mithalten.

Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste

Diese Annahme stammt noch aus der alter Zeit. Damals, als die meisten Menschen Bauern waren und entsprechend früh ins Bett gingen. Bis Mitternacht hatten sie bereits ihre Tiefschlafphase – die ungefähr fünf Stunden beträgt und ausschlaggebend für die Regeneration ist – hinter sich. Heute weiß man: Nicht wann man schläft, ist ausschlaggebend, sondern wie und wie lange. Egal, wann man ins Bett geht – ein gut gelüftetes Schlafzimmer ohne Fernseher und Laptop sowie ein warmes, zuckerfreies Getränk sorgen für einen guten Start der Reise ins Schlummerland, um 21:00 Uhr genauso wie um 0:30 Uhr.

Titelfoto: Getty Images/B.-Boissonnet

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