Herzgesund trotz Herzschwäche

Chronische Herzinsuffizienz ist eine häufige Erkrankung bei älteren Menschen. Der Verlauf der Krankheit kann jedoch durch richtiges Verhalten positiv beeinflusst werden.

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Schleichende Verschlechterung

Atemnot, Müdigkeit, geschwollene Beine – gerade ältere Menschen vermuten hinter diesen Symptomen oft ihr Alter. Die wenigsten kommen auf die Idee, dass eine ernst zu nehmende Erkrankung wie Herz­insuffizienz die Ursache sein kann. Denn die häufige Herzschwäche beginnt in der Regel schleichend. Dabei nimmt die Pumpkraft des Herzmuskels stetig ab und das benötigte Blutvolumen im Gefäßsystem kann immer schlechter bewegt werden. Die Folge: Die lebenswichtigen Organe werden nur unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, und es kommt zu Wassereinlagerungen. Häufige Ursachen der Erkrankung sind Verengungen der Herzkranzgefäße, Bluthochdruck, Herzmuskelerkrankungen oder schwere Herzklappenfehler.

Jeder Zweite muss ins Krankenhaus

Wasseransammlungen in den Beinen oder in der Lunge sind typische Symptome ­einer Herzinsuffizienz. Eine Folge ist Atemnot, die sich so verschlimmern kann, dass sie umgehend stationär behandelt werden muss. „Die Hälfte aller Erkrankten muss aufgrund einer solchen Akutsituation mindestens einmal im Krankenhaus behandelt werden. Die meisten deutlich häufiger“, weiß Dr. Max Wunderlich, Leiter des Gesundheits­managements der Central Krankenversicherung. „Was vielen nicht bewusst ist: Jede stationäre Behandlung ist ein Indiz für die Verschlechterung des Krankheitszustandes“, erklärt er weiter. Denn das Herz wird durch die Akutsituation zusätzlich geschwächt. Die Central hat diesen Teufelskreis erkannt und bietet ihren Versicherten deshalb mit der initiative.herz einen Weg, ihn zu durchbrechen.

Auf die Zeichen des Körpers achten

Denn mit dem richtigen Verhalten lassen sich der Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und stationäre Einweisungen sowie notfallmedizinische Behandlungen deutlich reduzieren. Richtiges Verhalten bedeutet, ärztliche Therapien durch eine regelmäßige Kontrolle der Vitalwerte und die korrekte Einnahme der Medikamente zu unterstützen. Auch ein gesunder Lebensstil und Bewegung fördern die Behandlung. „Vorsicht ist geboten, wenn sich die Vitalwerte plötzlich verändern“, warnt Dr. Max Wunderlich. Wassereinlagerungen gehen zum Beispiel meist mit einem raschen Ansteigen des Körper­gewichts einher. Reagieren Betroffene frühzeitig auf diese Warnzeichen, so kann ein stationärer Aufenthalt in der Regel vermieden werden.

Die Central unterstützt Betroffene

Das Ziel der initiative.herz ist es, Betroffene über die Erkrankung sowie die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu informieren und sie auf ihrem Weg zu unterstützen. Herzstück der Initiative ist deshalb ein individuelles telefonisches Coaching. Der Coach befähigt die Teilnehmer dazu, ihren Krankheitsverlauf selbstverantwortlich zu verbessern und ein gesundheitsbewusstes Verhalten langfristig zu festigen. Eine telemedizinische Software zeigt gleichzeitig Verschlechterungen des Gesundheitszustandes frühzeitig an, sodass der Coach umgehend reagieren kann. „Wichtig ist: Jeder Patient ist anders, und verschiedene Krankheitsverläufe bedürfen unterschiedlicher Maßnahmen. Deshalb identifizieren wir frühzeitig die persönlichen Risikofaktoren unserer Versicherten und helfen ihnen, ihren Alltag ‚herzgesund‘ zu gestalten“, sagt Dr. Max Wunderlich. Auf diese Weise können Betroffene ihre Lebensqualität langfristig erhalten oder sogar verbessern!

Das bietet die initiative.herz:

• Umfassende Information über die Krankheit und ihre Behandlung
• Erlernen von Techniken der Selbstmessung und -kontrolle
• Medikamentenverständnis und praktische Anleitung für eine leitliniengerechte Einnahme
• Sicherheit für den Betroffenen und die Angehörigen, sich in einem Notfall richtig zu verhalten
• Gezielter Zugang zu (fach-)ärztlichen, präventiven und sozialen Versorgungsangeboten
• Alltagsnahes Coaching für neue Bewegungs- und Ernährungs­gewohnheiten
• Umsetzung einer leitliniengerechten Therapie
• Gelegenheit, mit einer kompetenten Vertrauensperson offen über erkrankungsbezogene Ängste zu sprechen

Titelfoto: Getty Images/Blend Images/KidStock

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