Auf Spritztour – sicher Speed geben

Drohnen, E-Bikes und Segways sind beliebt. Sie bergen aber auch Risiken und brauchen deshalb einen passenden Versicherungsschutz.

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Technik sorgenfrei genießen

Motorisierte Gadgets wer­den in Deutschland immer beliebter. Mit der Drohne knipsen bereits Hobbypiloten Fotos von oben, das E-Bike bringt den Fahrer bequem bergauf, und mit dem Segway rollen nicht nur Touristen durch die Städte. Aber nicht immer läuft es glatt, und es gibt Zwischenfälle, etwa mit den Drohnen: Genervte Anwohner beschweren sich über das Gesumme über ihrem Grundstück, und zuweilen stören die Multicopter sogar den Luftverkehr. Ebenso kann die unsachgemäße Benutzung eines E-Bikes zu ernsthaften Schäden führen. Um die Technik sorgenfrei nutzen zu können, müssen deshalb einige Regeln beachtet werden.

Hobbyflieger aufgepasst

Für das Steuern von Flugmodellen – darunter fallen kleine Drohnen bis fünf Kilogramm mit Elektromotor für die Freizeitnutzung – ist bislang keinerlei Flugschein nötig. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt plant aber strengere Auflagen. Unter anderem sollen alle Flugmodelle ab 250 Gramm Gewicht mit einer Plakette gekennzeichnet werden, um im Schadensfall schnell den Halter festzustellen. Für Drohnen ab fünf Kilogramm ist eine gültige Pilotenlizenz und eine Bescheinigung vom Luftfahrtbundesamt erforderlich. Über sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenan­sammlungen oder Gebäuden von Bundes- und Landesbehörden dürfen Drohnen nicht fliegen. Ein Flugverbot für Hobbypiloten ohne Lizenz gilt auch im kontrollierten Luftraum rund um Flughäfen und in Flughöhen über 100 Metern.

E-Bikes: Viele Elektroräder gelten als Kleinkrafträder (Foto: Masterfile/RF)

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Woman riding bike on wooden walkway

Motorisierte Radler und Roller

E-Bike ist nicht gleich E-Bike. Pedelecs (Pedal Electric Cycles) mit einem Elek­tromotor bis 250 Watt unterstützen den Fahrer bis 25 km/h. Sie gelten noch als Fahrräder und brauchen keine spezielle Versicherung und Zulassung. Schnelle Pedelecs, die sogenannte S-Klasse, mit Motoren bis 500 Watt und einer Motorunterstützung bis 45 km/h  zählen zu den Kleinkrafträdern. Sie brauchen ein Versicherungskennzeichen und eine Einzelzulassung vom Kraftfahrtbundesamt und dürfen nur mit Mofaführerschein gefahren werden. Wer eine allgemeine Fahr­erlaubnis besitzt oder vor dem 1. April 1965 geboren wurde, benötigt keine Mofaprüfbescheinigung.
Klassische E-Bikes fahren auch ohne dass man in die Pedale tritt. Bis 20 km/h Höchstgeschwindigkeit und 500 Watt Motorleistung gelten auch sie als Kleinkraftrad. Ebenso zählen Segway Personal Transporter (PT) zu den Motorfahrrädern und dürfen auf öffentlichen Straßen nicht schneller als 25 km/h und nur mit Mofa- oder einem anderen Führerschein gefahren werden. Straßenverkehrsbehörden können jedoch im Einzelfall Ausnahmen für das Fahren mit elektronischen Mobilitätshilfen auf anderen Verkehrsflächen, etwa Fußgängerzonen, zulassen.

Hobby-Gadgets versichern

Drohnen
Flugobjekte, die als Spielzeug genutzt werden, sind oft in der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt. Jedoch muss geklärt werden, ob eine Drohne noch als Spielzeug gilt. Ist dies nicht der Fall, braucht das Flugobjekt eine spezielle Haftpflichtversicherung.

Pedelecs und E-Bikes
Für Elektrofahrräder gilt: Normale Pedelecs gelten als Fahrräder und brauchen kein Versicherungskennzeichen. Sie sind im Schadensfall über die Privathaftpflicht- und bei Diebstahl über die Hausratversicherung abgesichert. Große Pedelecs der S-Klasse und E-Bikes benötigen als Kraftfahrzeuge ein Versicherungskennzeichen.

Segway PT
Ein Segway PT muss in Deutschland als Motorfahrrad haftpflichtversichert sein und braucht deshalb ein Versicherungskennzeichen.

Titelfoto: Masterfile/RF

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